21. Februar 2017
Kontakt:
Stiftung Denkmalschutz Berlin
c/o Strodt de Maiziére & Partner
Chausseestraße 128a
10115 Berlin

Tel.: 030 / 20 60 68 00
Fax: 030 / 20 60 68 039

email: info@stiftung-denkmalschutz-berlin.de

Die Stiftung Denkmalschutz Berlin unterstützt die Gründung von Freundeskreisen, die sich nach einer erfolgreichen Sanierung bzw. Restaurierung eines Baudenkmals dafür engagieren, dieses nicht in Vergessenheit zu entlassen, sondern es mit Leben zu füllen, zu benutzen und den Menschen zugänglich zu machen.

Denkmalschutz und Denkmalpflege sind nicht ausschließlich Gegenstand staatlicher Verpflichtungen, sondern auch der Bürger kümmert sich um "sein" Baudenkmal. In den Freundeskreisen finden sich Bürger zusammen, die eine persönliche, emotionale Bindung an ihr Baudenkmal haben und mit Ihrer Arbeit den Gedanken von Denkmalschutz und Denkmalpflege in der Öffentlichkeit verankern.


Die Freundeskreise

Die bestehenden Freundeskreise sind unterschiedlich organisiert. Der Austausch und die Zusammenarbeit der einzelnen Freundeskreise ist ein wichtiger Bestandteil ihres Engagements.

 Vernetzung der Freundeskreise:

- beim Austausch der Erfahrungen und Ideen zur Vermittlung und Pflege von Baudenkmälern

- zur Förderung der Vermittlung der Bedeutung einzelnen Baudenkmäler über die Orts- bzw. Bezirksgrenzen hinaus - im gesamten Berliner Raum

- die Etablierung eines gesellschaftlichen Denkens, das die Wichtigkeit selbständigen bürgerschaftlichen Engagements für Denkmale anerkennt

- die Vermittlung der Bedeutung der eigenen Arbeit in und mit der Stiftung, um zu weiterem ähnlichem Engagement zu ermuntern

 Schnittpunkte der Vernetzung:

- die Freundeskreise und deren Ansprechpartner werden auf der Website der Stiftung vorgestellt

- Gemeinsame Veranstaltungen, wie beispielsweise Sommerfeste, bei denen die Freundeskreise die Gelegenheit erhalten, Bericht zu erstatten

- über jeden Freundeskreis wird regelmäßig im Denkmalspiegel der Stiftung berichtet

- zur Verdeutlichung der Zusammenarbeit in der Öffentlichkeit nutzen die Freundeskreise Briefköpfe und Plakatvordrucke, die mit dem Logo des je einzelnen Freundeskreises und dem der Stiftung versehen sind

 

Die Freundeskreise entwickeln ein gemeinsames Veranstaltungsprogramm, mit dem sie sich wechselseitig zu Führungen zu ihren Baudenkmalen einladen, sich und ihre Baudenkmale aber auch anderen Einrichtungen, wie Heimatvereinen, dem Verein für die Geschichte Berlins, der Gesellschaft historisches Berlin, Heimatmuseen, Clubs etc. bekannt machen.
Birgit Jochens betreut dieses Programm organisatorisch, die als Vorstand der Stiftung für die Betreuung der Freundeskreise sorgt.


Der 2004 gegründete Verein Bürger für den Lietzensee umfasst rund 100 Mitglieder. Diese haben sich die Pflege und Instandhaltung des Lietzenseeparks zur Aufgabe gemacht. Die Aufgaben sind in 4 Bereiche aufgeteilt. Die AG Kultur organisiert Führungen und Lesungen, es gibt eine AG Säuberung des Parks sowie eine AG Public Relations, die AG Park –und Seeentwicklung überprüft u.a. die Seewasserqualität. 


Der seit Mitte der 1990er Jahre bestehende Freundeskreis Waldkapelle Hessenwinkel umfasst 35-40 Mitglieder und ist im Wesentlichen aus der evangelischen Kirchengemeinde hervorgegangen. Er erstellt ein Jahresprogramm mit Kunstausstellungen und Lesungen in der Kapelle, kümmert sich um kleinere Instandsetzungs- und Verschönerungsarbeiten sowie um die Vermittlung der bau- und kulturgeschichtlichen Bedeutung des Bauwerks.


Der Verein Bürger für Rahnsdorf umfasst 30-40 Mitglieder, die sich einer Reihe von Projekten für ihren Ort annehmen, darunter die Neuordnung des nordöstlichen Uferbereichs am Müggelsee, das Eintreten für die Rettung maroder historischer Bauten sowie die Erstellung von Nutzungskonzepten im Anschluss an Runde Tische, die ebenfalls von dieser Gruppierung organisiert werden. Innerhalb dieser Vereinigung zeichnet sich die Entstehung eines Freundeskreises Müggelsee ab.


Der Freundeskreis Charlottenburger Tor umfasst ca. 25 Mitglieder (Historiker, ein Architekt etc.). Er konzentriert sich auf die Entwicklung von Konzepten für die Verbesserung der Verweilqualität im Umfeld des Tores. In direkter Zusammenarbeit mit der Stiftung, Vertretern des Bezirksamts sowie der Senatsverwaltung werden Planungen zur Verbesserung der Verkehrssituation (Verlegung von Fahrradwegen), Baumaßnahmen, die dem Aufenthalt auf der Bastion zugute kommen, gartenpflegerische Maßnahmen im Bereich von Tiergarten und Salzufer geplant und deren Realisierung befördert. Darüber hinaus wird an einem Nutzungskonzept für das Tor gearbeitet. Im unterirdischen Tormuseum, dem Dokumentationsraums zur Geschichte des Tores, sowie auf der Platform gibt es Führungen. Auch durch andere Veranstaltungen wird die Bedeutung dieses Bauwerk an die Öffentlichkeit vermittelt.


Auch für das 1765 errichtete Bürgerhaus in der Wilmersdorfer Wilhelmsaue, das Schoeler-Schlösschen, engagiert sich seit Januar 2006 der 70-80 Personen umfassende Freundeskreis Schoeler-Schlösschen. Die Gruppe hat bereits gartenpflegerische Maßnahmen ergriffen und sie unterstützt die Stiftung bei der Nutzung des Bauwerks für kulturelle Zwecke.