21. Februar 2017
Kontakt:
Stiftung Denkmalschutz Berlin
c/o Strodt de Maiziére & Partner
Chausseestraße 128a
10115 Berlin

Tel.: 030 / 20 60 68 00
Fax: 030 / 20 60 68 039

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10 Jahre Stiftung Denkmalschutz Berlin

Dr. Lothar de Maizière, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Denkmalschutz Berlin sagte am 23.11.09 anlässlich eines Pressegesprächs der Stiftung:



Die Gründung einer privatrechtlichen Stiftung zur Sanierung und Erhaltung von Berliner Denkmalen geht auf eine Forderung des Berliner Abgeordnetenhauses von 1998 und einen Bericht des Senats von Berlin von 1999 zurück. Die Idee des Gründerkreises der Stiftung Denkmalschutz Berlin griff aufgrund der Berliner Haushaltsnot unter anderem eine erfolgreiche Initiative der Pfarrerin Kekulé auf, die mit Werbung an der Gedächtniskirche Einnahmen zu deren Sanierung erzielt hatte.

Zahlreiche Denkmale in Berlin drohten damals und drohen noch heute zu verfallen und vielleicht gar verloren zu gehen. Umso wichtiger erschien damals wie heute, privates Kapital für die Rettung landeseigener Denkmale aufzubringen.

Seitdem hat die Stiftung bedeutende Denkmale wie das Brandenburger Tor und das Strandbad Wannsee viel preiswerter sanieren können, als es dem Senat möglich gewesen wäre. Denn die Stiftung Denkmalschutz Berlin bündelt professionelles Know-How, bauwirtschaftliche und denkmalpflegerische Kompetenz sowie Erfahrung in der Projektentwicklung und –steuerung. All dies wird zu großen Teilen ehrenamtlich geleistet. Das Geheimnis des Erfolges der Stiftung liegt in dieser quasi unternehmerischen Kompetenz einer Bürgerinitiative. Zudem hat die Stiftung aufgrund ihrer Nutzungskonzepte für Denkmale eine Vorsteuerabzugsberechtigung, die ebenfalls erheblich Kosten einsparen hilft. Nicht zuletzt konnten bei fast allen Stiftungsprojekten Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen integriert werden, wodurch Fördermittel in mittlerweile siebenstelliger Größenordnung eingeworben werden konnten. Auch dies wäre dem Land Berlin nicht möglich.

Während andere Stiftungen ihre Arbeit mit den Zinsen Ihres Kapitals finanzieren können oder staatliche Zuwendungen verteilen, generiert die Stiftung ihre Mittel für die Sanierungen aus Werbeeinnahmen und Spenden. So gingen für das Strandbad Wannsee etwa 1000 Groß- und Kleinspenden ein.

Das Prinzip Denkmalsanierung über Werbeeinnahmen stößt im politischen Raum seit einigen Jahren zu Unrecht auf pauschale Ablehnung und Widerstand. Diese kurzsichtige und oberflächliche Einstellung kostet das Land Berlin jedes Jahr einen Millionenbetrag. Es ist beispielsweise rechtlich nach wie vor möglich, die für das Strandbad Wannsee eingesetzten Werbesegel zur Finanzierung der Sanierung anderer Berliner Denkmale zu nutzen, doch wird dies derzeit vom Senat abgelehnt.

Aber die Stiftung wird auch in Zukunft weiterhin Denkmale für Berlin erhalten.

 

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